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Hütten und Wege der Sektion Kiel

Die Sektion Kiel des Deutschen Alpenvereins hat ihr Arbeitsgebiet im Paznauntal in Tirol in Österreich. Das Gebiet liegt zwischen der Darmstädter- und der Niederelbehütte im Verwallgebirge und umfasst ein Wanderwegenetz von ca. 12 km.

Innerhalb unseres Arbeitsgebietes befindet sich auf 2800m ü. NN, unsere Kieler Wetterhütte (KWH). Die Kieler Wetterhütte ist eine Hütte der Kategorie I (Selbstversorger Hütte) und bietet drei Schlafplätze in einem Hochbett sowie zwei Feldbetten die zusätzlich aufgestellt werden können.

Kieler Wetterhütte

Die Kieler Wetterhütte wurde im Jahr 1931 während den Arbeiten am Hoppe-Seyler Weg als Unterkunft für die Wegebauer errichtet und anschließend als Hütte erhalten. Dazu hieß es in einem Beihilfsbescheid des Hauptvereins vom 27. Mai 1932: “Die Kieler Hütte sollte nicht dem Verfall preisgegeben werden weil sie bei schlechtem Wetter als Unterstandshütte sehr nützlich werden kann.” In den Jahren 1959/60 wurde die Hütte neu errichtet, 1991 folge die Erneuerung des Daches, nachdem das Alte während eines Frühjahressturms abgehoben und ins Tal hinabgeworfen wurde. In den Jahren 2006 - 2009 schließlich erfolgte die bisher letzte Renovierung der Hütte. Hierbei wurde auch die heutige Hochbettkonstruktion gebaut, die durch herab klappen der mittleren Ebene in eine Sitzbank, um nicht zusagen Sofa, umgebaut werden kann.

Die Hütte befindet sich in der Fatlarscharte auf ca. 2800m ü. NN, etwa 500 Höhenmeter und 1,5 Wanderstunden oberhalb der Niederelbehütte. Die Hütte ist dauerhaft geöffnet und die Aussicht über das Paznauntal bis hin zum Alpenhauptkamm lädt zum Verweilen ein.

Im Jahr 2021 haben wir einen neuen Ofen einbauen lassen, der den alten Ofen aus den 1960ern Jahren ersetzt. Zusammen mit dem Heliflug für den Ofen an sich haben wir zwei Schüttkubik Brennholz nach oben geschafft. Dafür haben wir links neben der Hütte einen kleinen Unterstand zur Einlagerung des Holzes errichtet.
 

Gebietskooperation Verwall

2006 entstanden die ersten Ideen zu einer Kooperation zwischen den im Verwall arbeitenden Sektionen. Ziel sollte es sein, sich gemeinsam den wegebautechnischen Herausforderungen zu stellen.

Im Jahr 2008 kam es zur ersten praktischen Zusammenarbeit. Die Sektionen Hamburg Niederelbe und Kiel führten eine gemeinsame Wegebauaktion durch.
 

Umweltbaustelle 2009 mit der JDAV

2009 startete eine besondere Aktion, die Umweltbaustelle in Kooperation mit dem JDAV. Die Idee war, auch Interessenten außerhalb der betroffenen Sektionen in den Wegebau mit einzubeziehen.
Wir hatten schon in den letzten beiden Jahren Jugendarbeit und Wegebau gut miteinander verzahnt. So war es nahe liegend, die Zentralausbildung des JDAV zu aktivieren um dieses Thema auch die Weiterbildung für Jugendleiter zu bringen.
In diesem erstmals angebotenen Kurs sollten die Teilnehmer kennen lernen, wie sie eigene Wegebauprojekte starten können. Dazu wurden folgende Themenschwerpunkte behandelt:

  • Zustandsbewertung des Weges
  • Wasserführung am Weg
  • Grundsanierung seilversicherter Wegstücke
  • Sanierung alter und stark zerstörter / erodierter Wegstücke

 

Ansprechperson

Jens Keen

Hütten- und Wegewart, Naturschutzreferent

huettenwege@dav-kiel.de